18.08.2015 / Ausland / Seite 6

Querfront in Ecuador

In dem südamerikanischen Land hat sich eine bizarre Koalition gegen Präsident Rafael Correa zusammengefunden

André Scheer

Nach dem von der Opposition in Ecuador in der vergangenen Woche ausgerufenen Generalstreik ziehen beide Seiten Bilanz. »Sie wurden wieder einmal besiegt«, konstatierte Staatspräsident Rafael Correa das Scheitern des 24stündigen Ausstandes am Donnerstag, von dem »das Land nichts gespürt« habe. Demgegenüber bejubelte der Chef der linksradikalen »Volksfront« (FP), Nelson Erazo, den »Erfolg« der Protestaktion. Tatsächlich jedoch blieb die Teilnehmerzahl bei den diversen Aktionen hinter den Erwartungen der Organisatoren zurück, während Tausende Menschen im Zentrum der Hauptstadt Quito ihre Unterstützung für Correa demonstrierten. Selbst die erzkonservative venezolanische Tageszeitung El Universal, die keiner Sympathie für die linken Regierungen Lateinamerikas verdächtig ist, konstatierte: »Der für Donnerstag in Ecuador ausgerufene nationale Streik konnte nicht auf große Unterstützung der Bevölkerung zählen, und der Rückgang des allgemeinen Verkehrs erwies sich...

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