14.08.2015 / Ausland / Seite 6

Ignorierte Armut

Südafrika: Nach dem Massaker von Marikana blieben die Familien der getöteten Bergarbeiter mittellos zurück. Jetzt verklagen sie die Polizei

Christian Selz

Die Familien von 37 Bergarbeitern, die im August 2012 im südafrikanischen Marikana von Polizisten erschossen worden waren, haben eine Sammelklage gegen Polizeiminister Nkosinathi Nhleko eingereicht. Wie mehrere südafrikanische Medien am Mittwoch berichteten, fordern die Hinterbliebenen Kompensationszahlungen für den Verlust ihrer Angehörigen. In der Klageschrift, die dem Obersten Gerichtshof in der Hauptstadt Pretoria am Dienstag zuging, machen sie einen finanziellen Ausgleich für den Verlust des Haushaltseinkommen, für Trauer und emotionalen Schock, für die Kosten psychologischer und psychiatrischer Behandlungen und für den Verlust ihres Familienlebens und elterlicher Versorgung geltend. »Die Familien verlangen auch eine formelle Entschuldigung des Polizeiministers«, erklärte Opferanwältin Kathleen Hardy vom Socio-Economic Rights Institute of South Africa (SERI), das die Klage unterstützt, am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur News 24 Wire. Sie fü...

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