12.08.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Konzern verklagt Rumänien

Bürgerbewegung verhinderte Erschließung von Europas größter Gold- und Silbermine. Bergbaufirma fordert nun vor privatem Schiedsgericht Schadenersatz

Jana Frielinghaus

In Rumänien hat eine Bürgerbewegung einen enormen Erfolg errungen: Im Mai 2014 stoppte das Parlament in Bukarest ein Gesetz, das einem kanadischen Bergbaukonzern den Gold- und Silberabbau in großem Stil erlaubt hätte. Nun schlägt die Firma Gabriel Resources zurück: Wie das Bündnis gegen das Handelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA Ende vergangener Woche mitteilte, will sie den rumänischen Staat vor einem privaten Schiedsgericht auf Schadenersatz verklagen. Sie beruft sich dabei auf ein altes Investitionsschutzabkommen zwischen Rumänien, Kanada und Großbritannien sowie auf eine 1999 erteilte Lizenz zur Erschließung von Europas größter Gold- und Silbermine.

Die befindet sich nahe der 3.000-Einwohner-Gemeinde Rosia Montana im Apuseni-Gebirge im Westen Transsilvaniens. Gold wird in diesem Teil der Karpaten schon seit mehr als 2.000 Jahren abgebaut. Die Bürgerbewegung gegen das Vorhaben begründet ihre Ablehnung daher auch mit dem drohenden Verlust wert...

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