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11.08.2015 / Inland / Seite 5

Von der Wiege bis zur Bahre

Privilegienwirtschaft im öffentlichen Dienst am Beispiel Brandenburgs: Seit Die Linke mitregiert, wurde für Beamte noch eine Schippe draufgelegt

Tobias Lobesang

Das massive Absinken der Wahlbeteiligung in Deutschland geht einher mit der ritualisierten und zugleich kraftlosen Klage darüber. Politikern kann es ja auch völlig egal sein, dass immer mehr Menschen sich verweigern. Nur wenn eine halbierte Wahlbeteiligung auch zu einer Halbierung der zu besetzenden Mandate führen würde, würden sie sich dafür interessieren. Das Bedauern hat auch noch nie zu einer ehrlichen Bestandsaufnahme geführt oder zu einer Benennung der Gründe dafür, warum Bürger sich immer stärker von einem Polittheater abwenden, von dem sie sich abgestoßen fühlen und in das sie keine Hoffnungen setzen. Dergleichen würde den Politbetrieb nur stören.

Der Durchschnittsrentner in Ostdeutschland bezieht nach einem Leben voller Beitragszahlung mit 780 Euro eine Rente auf Sozialniveau (siehe jW vom 17.6.). Ganz anders steht eine andere Gruppe da: die pensionierten Beamten. Ihre Bezüge betragen derzeit 2.500 bis 3.000 Euro pro Monat, ohne dass sie einen Ce...

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