11.08.2015 / Titel / Seite 1

Erdogan setzt auf Krieg

Tote bei Anschlägen auf Polizei in der Türkei. Hoffnungen auf Regierungsbildung schwinden. Statt dessen droht ein bewaffneter Konflikt

Nick Brauns

Rund zwei Monate nachdem die islamisch-konservative Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) ihre absolute Mehrheit bei Parlamentswahlen verloren hat, sinken in der Türkei die Hoffnungen auf Bildung einer neuen Regierung. Dagegen nehmen die Spannungen im Land weiter zu. So wurden bei einem Autobombenanschlag auf eine Polizeiwache im Istanbuler Stadtteil Sultanbeyli in der Nacht zum Montag drei Polizisten und sieben Zivilisten verletzt, ein Attentäter kam ums Leben. Beim Eintreffen der Spurensicherung wenige Stunden später starben zwei weitere Angreifer und ein Polizist während eines Feuergefechts, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu. Bekannt hat sich bislang niemand zu der Attacke, die Regierung beschuldigte die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK).

Fast zeitgleich beschossen zwei Bewaffnete das US-Konsulat im Istanbuler Stadtteil Sariyer. Zu dieser Aktion, bei der es keine Opfer gab, bekannte sich die Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front...

Artikel-Länge: 3494 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe