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11.08.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Geschmierte Geschäfte

Thyssen-Krupp zahlte horrende »Provisionen«, um U-Boote verkaufen zu können. Jetzt sollen diese Geschäfte auf den Prüfstand

Bernd Müller

Korruption und Waffengeschäfte sind scheinbar untrennbar miteinander verbunden. Deutschlands große Rüstungsschmieden Rheinmetall, Krauss-Maffei Wegmann (KMW), Airbus und Ferrostaal sind längst mit ihrem illegalen Treiben aufgeflogen. Nun ist belegt: Thyssen-Krupp hat auch im großen Stil geschmiert.

Der Essener Industriekonzern will nach Berichten des Handelsblatts die Geschäfte seiner Marinesparte unter die Lupe nehmen und Vertriebspraktiken untersuchen lassen. Wie das Blatt weiter berichtet, soll es abgesehen von Bestellungen aus Deutschland, Singapur und Israel bei den meisten Aufträgen und Geschäftsanbahnungen der letzten Jahre »Auffälligkeiten« gegeben haben.

Vor allem geht es dabei um die Verträge mit lokalen »Beratern«, die den Verkauf von U-Booten unterstützen und den Kontakt zu den Behörden und Politikern der Kundenländer halten sollen. Dafür werden sie üppig am Umsatz beteiligt. Auf diese Weise sollen die Kosten der Anbahnung von Geschäften übers...

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