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11.08.2015 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Krank durch Arbeit und leer ausgegangen

Gewerkschaftsbund fordert Reformen bei Berufskrankheitenverordnung

Marcus Schwarzbach

Bei Meldungen über Erkrankungen im Betrieb dominierten in den letzten Jahren Berichte über psychische Erkrankungen. Falsch ist aber der Eindruck, dass klassische Berufskrankheiten wie Atemwegserkrankungen in der heutigen Arbeitswelt kein Problem mehr sind. Die Gewerkschaften sehen vielmehr bei deren Anerkennung erheblichen Änderungsbedarf. Nach dem Arbeitsschutzgesetz ist die Sache klar: Dessen Leitbild seit der Novellierung 1996 ist die Prävention, also Vermeidung von Unfällen und Berufskrankheiten – der Unternehmer ist in der Pflicht, durch vorbeugendes Handeln die Arbeitsbedingungen entsprechend zu gestalten. Dabei soll ganzheitlich vorgegangen werden, nicht nur körperlich wirksame Faktoren, sondern psychische Belastungen wie Stress am Arbeitsplatz sind einzubeziehen.

Die Realität sieht aber anders aus. Mehr als 70.000 Anträge auf Anerkennung zur Berufskrankheit erreichen die Berufsgenossenschaften im Jahr. Gerade einmal 15.656 wurden 2013 als Berufskr...

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