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05.08.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Neoliberale Trickkiste

Puerto Ricos Zahlungsverzug wird von Ratingagenturen als Staatspleite gewertet

Claudia Wrobel

Puerto Rico hat fällige Kredite am Wochenende nur teilweise tilgen können. Eine öffentliche Anleihe der staatlichen Public Finance Corporation (PFC) über insgesamt 58 Millionen US-Dollar (etwa 53 Millionen Euro) sei mit 628.000 US-Dollar bedient worden, teilte die Entwicklungsbank des Inselstaates in der Karibik am Montag mit. Die nötigen Mittel seien nicht vorhanden, hieß es in einer Stellungnahme. »Moody’s wertet dieses Ereignis als Zahlungsausfall«, erklärte die Vizechefin des Kapitalanlegerdienstes der Ratingagentur, Emily Raimes.

Sowohl das Nichtbedienen der Kredite als auch die Herabstufung der Ratingagentur kommen nicht überraschend. In den vergangenen Wochen hatte die Regierung immer wieder klargemacht, dass nicht genug Geld im Staatshaushalt sei und die Tilgung entsprechend nicht getätigt werden könne. Puerto Ricos Gouverneur Alejandro García Padilla hatte bereits Ende Juni Zahlungsausfälle angekündigt, sollten die Gläubiger keine Zugeständnisse ...

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