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05.08.2015 / Inland / Seite 5

Monopolist ausgebremst

Votum der Monopolkommission macht Ministererlaubnis für die Übernahme von Kaiser´s Tengelmann durch Edeka unwahrscheinlich. Den Beschäftigten hilft das nicht

Daniel Behruzi

Das Kapital tendiert zur Konzentration. Diese kapitalistische Gesetzmäßigkeit zeigt sich kaum irgendwo besser als im Lebensmitteleinzelhandel. Vier große Unternehmen teilen den Markt fast vollständig unter sich auf: Edeka, Rewe, Aldi und die Schwarz-Gruppe mit Lidl vereinen 85 Prozent des Absatzes auf sich. Reichlich spät kommen die bundesdeutschen »Wettbewerbshüter« auf die Idee, eine noch weitergehende Konzentration zu unterbinden. Nach dem Kartellamt hat nun auch die sogenannte Monopolkommission die Übernahme von 451 Kaiser´s-Tengelmann-Filialen durch den Branchenprimus Edeka abgelehnt. Eine Ministererlaubnis, mit der Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) das Veto des Kartellamts überstimmen kann, ist dadurch unwahrscheinlich geworden. Die »Marktbereinigung« zugunsten der großen Player wird das aber nicht aufhalten.

Das Votum der Monopolkommission hätte kaum klarer ausfallen können. Die Expertengruppe, die aus zwei Professoren und drei Unterne...

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