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05.08.2015 / Ausland / Seite 7

Parade im Siegestaumel

Kroatien feiert die Zerschlagung der Republik Serbische Krajina und die Vertreibung von über 220.000 Menschen vor 20 Jahren

Roland Zschächner

Am Dienstag hat das NATO-Mitglied Kroatien den 20. Jahrestag der größten Vertreibung seit dem Zweiten Weltkrieg in Europa mit einer Militärparade in Zagreb begangen. Am heutigen »Tag des Sieges und der heimatlichen Dankbarkeit« wird die Einnahme der Stadt Knin vor 20 Jahren am Ort des Geschehens gefeiert. Am 4. August 1995 starteten kroatische Truppen die Operation »Oluja« (Sturm). In den darauffolgenden Tagen wurde die Republik Serbische Krajina zerschlagen, rund 220.000 Menschen wurden vertrieben, etwa 2.000 ermordet. Noch immer gibt es rund 900 Vermisste.

Die kroatische Regierung hatte die Truppen der NATO-Partner eingeladen, an der Militärparade teilzunehmen. Weder die USA noch Großbritannien wollten Soldaten nach Zagreb entsenden. Die Bundeswehr nahm ebenfalls nicht teil, wie es auf Anfrage von junge Welt hieß. Slowenien hatte eine bereits gegebene Zusage wieder zurückgezogen.

Das kroatische Staatsfernsehen HRT hat angekündigt, vom 4. bis 7. August e...

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