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04.08.2015 / Inland / Seite 2

»Die Hürden für Fluchthilfe sind so niedrig wie nie«

Eine Initiative gibt den Tip, Geflüchtete bei der Rückreise aus dem Urlaub im Auto mitzunehmen. Gespräch mit Maximilian Thalbach

Gitta Düperthal

Zu Beginn der Feriensaison rufen Sie dazu auf, sich an der Kampagne »Werde Fluchthelfer« zu beteiligen, um auf der Rückreise aus dem Urlaubsland Geflüchtete mitzunehmen, die innerhalb Europas nach Norden fliehen wollen. Warum erachten Sie dies für notwendig?

In Deutschland gibt es eine lange Tradition von Fluchthilfe über Grenzen hinweg; sei es während der Nazizeit oder zu DDR-Zeiten. Fluchthilfe ist aktuell leider wieder nötig; die Hürden dafür sind so niedrig wie nie zuvor. Einsteiger können sie mit vergleichsweise geringem Risiko im Schengen-Raum leisten, indem sie Fluchtwillige im eigenen Auto auf dem Rückweg aus dem Urlaub mitnehmen, etwa aus Italien nach Deutschland. Weil die Polizei mittlerweile Züge und Busse häufig kontrolliert, schaffen diese es oft nicht allein.

Die Fluchthelfer-Aktion ist also so gedacht: Sie nehmen diese Menschen in privaten Autos mit, damit sie unentdeckt bleiben, etwa auch von der ungarisch-serbischen Grenze bis ...

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