03.08.2015 / Ausland / Seite 6

Normalität mit Ausfällen

Soziale Lage im Donbass: Durchhalten trotz Versorgungslücken

Reinhard Lauterbach

Der Kiewer Fernsehkanal Inter brachte vor kurzem eine Reportage aus Donezk. Der Beitrag zeigte leere Ladenregale und Leute, die sich über den Warenmangel aufregten. Vor den Tankstellen lange Schlangen, die Banken geschlossen. Die Botschaft: Der Aufstand hat den Donbass ins Elend gestürzt. Was die ukrainischen Journalisten nicht dazusagten: Ihr Land hat zu den Versorgungslücken kräftig beigetragen. Schließlich hat die Kiewer Regierung seit dem vergangenen Herbst eine vollständige Wirtschaftsblockade über die Aufstandsgebiete verhängt. Ukrainische Banken schlossen ihre Filialen und kündigten den Kunden in den »Volksrepubliken« die Konten. Lehrer, Ärzte und Kindergärtnerinnen bekamen keine Gehälter mehr, sofern sie nicht in die Restukraine übersiedelten, die Auszahlung von Renten wurde an schikanöse Bedingungen und beschwerliche Reisen über die Frontlinie gebunden. Und wenn Geschäftsleute versuchten, auf eigene Rechnung zum Beispiel Lebensmittel in der Ukrai...

Artikel-Länge: 4316 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe