Der Schwarze Kanal
Gegründet 1947 Sa. / So., 17. / 18. August 2019, Nr. 190
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01.08.2015 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Die alte Linke in Polen ist tot«

Gespräch mit Jerzy Urban. Über die Rechtswende in dem mittelosteuropäischen Land und über Gründe für die Schwäche der sozialistischen Kräfte dort

Reinhard Lauterbach, Warschau

Was steht in Polen bevor? Wie interpretieren Sie das, was bei den Präsidentschaftswahlen passiert ist? Am 24. Mai setzte sich ja Andrzej Duda, bis 2015 Mitglied der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), durch. Er wird nach seiner Vereidigung im August die nächste Regierung nach der Parlamentswahl im Herbst ernennen.

Ganz bestimmt steht uns kurzfristig ein klerikales Regime bevor und eine Gesellschaftsordnung, die dem Faschismus zumindest nahekommt. Die Nähe besteht darin, dass die nächste Regierung nationalistisch, chauvinistisch, EU-skeptisch und antirussisch sein wird. Dafür wird sie irgendwelche Wunschvorstellungen von den USA als Schutzmacht Polens pflegen. Innenpolitisch streben die Wahlsieger eine Revanche an den bisher Regierenden an, die Bürgerrechte sollen nach dem Vorbild von Premier Orbán in Ungarn eingeschränkt werden. Sie werden dem katholischen Klerus zu Füßen liegen und kündigen an, gegen das ausländische Kapital im Banken- und Einze...

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