01.08.2015 / Feuilleton / Seite 10

Niemand wird verraten

Etwas Flirrendes: Lothar Lambert hat einen Dokumentarfilm über die energische Fotografin und Schauspielerin Erika Rabau gedreht

Christof Meueler

Die Schauspielerin Erika Rabau sagt von sich: »Mir gefällt alles, was ich spiele, egal« und: »Ich war in den Filmen immer jemand anders, nie ich selbst«. Seit 1972 ist sie die offizielle Fotografin der Berliner Filmfestspiele und ansonsten Schauspielerin, hauptsächlich in den Filmen von Lothar Lambert, Deutschlands letzter lebender Fassbinder. Und der hat jetzt einen Dokumentarfilm über sie gedreht: »Erika, mein Superstar oder Filmen bis zum Umfallen«.

Im Laufe der Jahrzehnte hat Lambert, der abseits der normalen Kino- und Fernsehprogramme mit dem Witz und Wahnsinn der ganz normalen Kino- und Fernsehzuschauer ringt, indem er sie dazu bringt, mit betörender Stehgreiftechnik für ihn zu spielen, was sie wollen, wünschen und fürchten, eine Lambert-Filmfamilie ausgebildet. Wenn man längere Zeit dazugehört, wird irgendwann ein Dokumentarfilm über das Leben in und außerhalb der Lambert-Filme fällig, gedreht von Lambert und seinem langjährigen Kameramann Albert K...

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