31.07.2015 / Feminismus / Seite 15

Promis gegen Amnesty

Proteste gegen »geleakten« Entwurf für ein Positionspapier der Menschenrechtsorganisation. Darin wird Entkriminalisierung der Prostitution gefordert.

Jana Frielinghaus

Die Abwandlung des Logos von Amnesty International (AI), die die Petition gegen ein noch internes Papier der Organisation illustrieren, sagt einiges über die Initiatoren: Die bekannte von Stacheldraht umwundene Kerze ist hier als erigierter Penis gestaltet. Und die Parole »Amnesty International – Protecting Human Rights Worldwide« wurde geändert in »Protecting Pimps & Johns!!??« (Amnesty schützt Zuhälter und Freier). Die dafür geeigneten Buchstaben im Namen der Organisation sind in Währungssymbole umgewandelt.

Der Hintergrund: Aktivistinnen der Bewegung für eine Abschaffung der Prostitution durch Bestrafung von Freiern und Profiteuren des Gewerbes haben ein noch nicht veröffentlichtes Positionspapier »geleakt«, das die Menschenrechtsorganisation auf einer Konferenz im August vorstellen und diskutieren will. Darin heißt es, Amnesty wende sich gegen die »Kriminalisierung oder Bestrafung von Aktivitäten, die mit dem Kauf oder Verkauf von einvernehmlichem Sex...

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