Der Schwarze Kanal
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30.07.2015 / Ausland / Seite 7

Minsk – wo liegt das?

Waffenstillstand im Donbass weiter fiktiv. Faschisten randalieren im Hinterland. Chef der Volksrepublik Lugansk fordert russische Pässe

Reinhard Lauterbach

Der im Februar ausgehandelte Waffenstillstand für den Donbass ist weiterhin brüchig. Die ukrainische Seite meldete für die 24 Stunden von Dienstag bis Mittwoch 80 Fälle von Beschuss auf Stellungen ihres Militärs. Die international nicht anerkannten Volksrepubliken warfen der Ukraine eine ähnliche Zahl von Verstößen vor. Bei Schtschastje nördlich von Lugansk versuchten Kämpfer der Volkswehren, eine Einheit des Bataillons »Aidar« zu umzingeln, um die Ukrainer zum Abzug aus dem Ort zu veranlassen, der nach ihrer Darstellung in Minsk einer demilitarisierten Pufferzone zugeschlagen wurde.

Wenn man die Angriffe beider Seiten betrachtet, lässt sich ein Muster erkennen: Die Volkswehren der Republiken schießen in der Regel auf Stellungen des ukrainischen Militärs und vor allem der Freiwilligenbataillone. Kiews Truppen nehmen dagegen zivile Objekte ins Visier. So wurden Anfang dieser Woche etliche Wohnhäuser in der Stadt Gorlowka durch Artilleriefeuer zerstört; meh...

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