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30.07.2015 / Feuilleton / Seite 11

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Impressionismus und Expressionismus vereint: Über die aktuelle Ausstellung der Berliner Alten Nationalgalerie

Sabine Lueken

Wie nah stehen sich Impressionismus und Expressionismus? Eine enge Verwandtschaft zwischen beiden Kunstrichtungen sah der deutsche Galerist Herwarth Walden. Im März 1918 schrieb er in der expressionistischen Avantgardezeitschrift Der Sturm: »Warum haben die Impressionisten sich so sehr gewehrt, wenn sie in der Spätzeit doch zu dem verrückten Expressionismus übergehen (...) In diesem Sinne: Durch Im zum Ex.« Damit widersprach er allerdings der damals gängigen Auffassung, die Stile seien diametral entgegengesetzt: Hier der lebensfrohe französische Impressionismus, elegant, charmant und oberflächlich, ihm folgend der tiefsinnige deutsche Expressionismus, mit krassen Farbkontrasten und grober Pinselführung, roh, ungeschlacht und melancholisch.

Die anfangs geschmähte »Eindruckskunst«, die in Frankreich um 1870 begann, mit Monet, Manet, Renoir, Cézanne, Degas, Pissarro, Toulouse-Lautrec, gilt heute vielen als Inbegriff des Kunstschönen. Ab 1880 übernahmen sie i...

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