30.07.2015 / Feuilleton / Seite 14

Aus Leserbriefen an die Redaktion

Was wir brauchen, ist eine Gesellschaftskritik gegen den Neoliberalismus, ein solidarisches Handeln aller DGB-Gewerkschaften, damit »Verschaukelt, verraten und verkauft« der Vergangenheit angehört.

Fehlende Solidarität

Zu jW vom 15.7., »Viele sagen, das sei ihr letzter Streik gewesen«

Zum ersten Mal hat eine Gewerkschaft in ver.di gegen die Ausgliederung von Betriebsteilen bei gleichzeitiger Lohn- und Gehaltskürzung gekämpft. Gegner waren nicht nur die Arbeitgeberverbände, die Bundesregierung und die Aktionäre der Post, sondern auch Black Rock (das globalisierte Finanzkapital und TTIP lassen grüßen). Die Forderung und der Kampf waren richtig. Aber um gegen diese Macht gewinnen zu können, hätte es die gesamte Kraft des DGB erfordert. Leider hatten schon andere Gewerkschaften Auslagerungen und Lohn- und Gehaltskürzungen zugestimmt, so dass eine Niederlage vorprogrammiert war. Sollte in Zukunft bei so wichtigen Tarifforderungen die aktive Solidarität anderer Gewerkschaften fehlen, sind weitere Niederlagen zu befürchten. Was wir brauchen, ist eine Gesellschaftskritik gegen den Neoliberalismus, ein solidarisches Handeln aller DGB-Gewerkschafte...

Artikel-Länge: 6202 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe