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25.07.2015 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Zu zehnt gegen den Konzern

Der Klinik- und Pflegeheimbetreiber Vivantes preist sich gern als Ausbildungsbetrieb. Seinen Altenpflegeschülern verweigert das Unternehmen aber einen Tarifvertrag. Doch die wehren sich – per Ausstand

Johannes Supe

Und plötzlich endet die Ruhe. Der Alarm schrillt. Hinter den Fensterscheiben der umliegenden Gebäude sieht man nun neugierig nach draußen blickende Menschen. Normalerweise hocken sie an ihren Schultischen und lernen hier, im Berliner Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen, einer Vivantes-Berufsschule in Neukölln. Doch jetzt gehört die Aufmerksamkeit der angehenden Pfleger jener kleinen Schar von Protestierenden, die im Park der Berufsschule steht. Mittendrin ist Maria mit ihrem Megafon. »Den Schalter hier könnte ich den ganzen Tag gedrückt halten«, sagt sie und deutet auf den Alarmknopf des Geräts. Doch die angehende Altenpflegerin mit braunem Haar und grau-blauen Augen lässt wieder Stille einkehren. Vorerst. Doch man wird sie wieder hören, denn kein Feuer, sondern ein Streik ist ausgebrochen.

Es ist ein Ausstand von Auszubildenden, der sich gegen Deutschlands größten kommunalen Klinikkonzern Vivantes richtet. Der betreibt neben Kranke...

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