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24.07.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Wider die Hegemonie

Brasilien: Staudammpläne am Rio Xingú werden trotz zahlreicher Verfahren weiter fortgesetzt. Nun auch mögliche Klage wegen Ethnozids im Raum

Mario Osava/IPS

Ein Ethnozidvorwurf im Zusammenhang mit dem im brasilianischen Amazonas-Regenwald entstehenden Wasserkraftwerk »Belo Monte« hat den Blick auf eine Reihe grundsätzlicher Aspekte der Streitigkeiten und Konflikte gelenkt, die von Megastaudammplänen und –projekten ausgelöst werden. Wie Thaís Santi, Staatsanwältin von Altania, erklärte, wird man in den nächsten Wochen rechtliche Schritte gegen die Belo-Monte-Betreiberfirma Norte Energía einleiten. Das Unternehmen wird beschuldigt, dem Widerstand indigener Wasserkraftwerkgegner mit Initiativen begegnet zu sein, die eine Klage wegen Ethnozids rechtfertigten.

»Das wird auf jeden Fall ein innovativer Rechtstreit werden«, kommentierte der Guaraní Wilson Matos da Silva, ein im westbrasilianischen Dourados praktizierender Anwalt, das anstehende Verfahren. Wie er erklärte, gibt es in seinem Land bislang Ethnozid nicht als Straftatbestand. Unter dem Begriff versteht man die Vernichtung einer Sprache, Religion oder Kult...

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