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22.07.2015 / Ausland / Seite 6

Kairo schreibt Geschichte um

Militärregime will die Erinnerung an das Massaker auf dem Rabaa-Al-Adaweja-Platz auslöschen

Sofian Philip Naceur/Kairo

Ägyptens Regierung kündigte vergangene Woche überraschend die Umbenennung des Rabaa-Al-Adaweja-Platzes in Nasr City im Osten der ägyptischen Hauptstadt Kairo an. Der symbolträchtige Platz soll zukünftig den Namen des am 29. Juni 2015 bei einem Autobombenanschlag in Kairo getöteten Generalstaatsanwalts, Hisham Barakat, tragen. Das ist eine klare Provokation an das oppositionelle islamistische Lager rund um die im Juli 2013 von der ägyptischen Armee gewaltsam entmachtete Muslimbruderschaft.

Für die Organisation und die mit ihr verbündeten Kräfte im Land ist der Rabaa-Platz ein Symbol für die Repression des restaurierten Militärregimes. Kurz nach dem Sturz des Präsidenten Mohammed Mursi im Juli 2013 hatten Anhänger der Bruderschaft auf dem Rabaa-Al-Adaweja-Platz und nahe der Universität von Kairo in Gizeh zwei Protestlager aufgebaut und gegen die Entmachtung der demokratisch gewählten Islamisten demonstriert. Rund sechs Wochen harrten sie aus, bevor die Poli...

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