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20.07.2015 / Inland / Seite 8

»Meldepflicht für Sexarbeiterinnen hatten wir zuletzt 1939 unter den Nazis«

Der Entwurf der SPD für ein »Prostituiertengesetz« fällt noch hinter die Adenauer-Zeit zurück. Ein Gespräch mit Juanita Rosina Henning

Markus Bernhardt

Juanita Rosina Henning ist Sprecherin des gemeinnützigen Frankfurter Vereins Doña Carmen, der sich für die Rechte von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern einsetzt. www.donacarmen.de

Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig (SPD) hat erneut angekündigt, ihren Entwurf für das sogenannte Prostituiertenschutzgesetz zu verschärfen. Was erwartet Sexarbeiterinnen künftig?

Eine totale Rundumüberwachung, wie sie keinem anderen Berufszweig hierzulande zugemutet wird: Prostitution nur noch nach vorheriger behördlicher Anmeldung, nicht nur einmalig, sondern bei jedem Ortswechsel aufs neue. Sonst droht sofort Bußgeld. Was soll eine in Frankfurt ansässige Sexdienstleisterin machen, die abends um 20 Uhr über ein Internetportal einen Termin in Wiesbaden bekommt? Übernimmt sie den Job ohne vorherige Meldung, verstößt sie zukünftig gegen Rechtsvorschriften. Will sie diese einhalten, kann sie ihren Job auch gleich an den Nagel hängen.

Darüb...

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