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13.07.2015 / Inland / Seite 2

»Wir kamen gerade noch rechtzeitig an«

Rettung in letzter Minute: die Initiative MS »Sea-Watch« bewahrte 116 Menschen vor dem Ertrinken. Gespräch mit Ruben Neugebauer

Peter Wolter

Ruben Neugebauer ist Sprecher der privat finanzierten »Sea-Watch«-Initiative, die mit dem gleichnamigen Schiff aus Libyen kommende Bootsflüchtlinge aus Seenot rettete.

 

Der umgebaute Fischkutter »Sea-Watch« hat seine ersten Einsätze in Sachen Flüchtlingsrettung vor der libyschen Küste hinter sich – wie ist die bisherige Bilanz?

Wir sind seit fünf Tagen im Dauereinsatz, jeden Tag konnten wir die Insassen eines Bootes retten. Am Samstag war es besonders dramatisch. Die »Sea-Watch« war das einzige Schiff in dieser Region, das Hilfe leisten konnte. Aber leider können wir nicht überall zur gleichen Zeit sein.

Das MRCC in Rom (Maritime Rescue Coordination Center, Seenotleitstelle, jW) hatte uns über Funk erst zu einem Seenotfall in die eine, dann in die andere Richtung zu einem dringenderen Einsatz geschickt. Wir trafen auf ein sinkendes Schlauchboot mit 116 Menschen an Bord und kamen gerade noch rechtzeitig.

Einerseits freuen wir uns, dass wir diese Flüchtli...

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