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11.07.2015 / Inland / Seite 5

Sub-Sub-Sub-Unternehmer

Deutsche Post beschäftigt Fahrer als Selbständige – zeitweise auch unseren Autor. Seine Erfahrung: unmögliche Tourenpläne, Zeitdruck und schlechte Bezahlung

Sam Isa

Der jüngste Tarifabschluss bei der Deutschen Post AG ändert nichts an den Bedingungen für Beschäftigte der Niedriglohntochter DHL Delivery GmbH und für eine Schar von Subunternehmern und Scheinselbständigen, die ohne jeden Schutz oder arbeitsrechtliche Absicherung rund um die Uhr im Auftrag der Post als Fahrer oder Paketzusteller unterwegs sind. Auch der Lohnsenkungsdruck, der durch die ausgegliederten Regionalgesellschaften noch weiter steigen dürfte, wird sich auf die Verträge mit externen Vertragspartnern durchschlagen. Dabei ist deren Situation schon jetzt prekär.

Grund genug, sich die Sache aus der Nähe anzusehen, als sich die Gelegenheit ergab. Ein guter Freund, der für einen Subunternehmer der Post als Fahrer tätig ist und laut »Arbeitsvertrag« für über 50 Stunden in der Woche deutlich unter 1.000 Euro brutto im Monat nach Hause bringt, konnte wegen eines Arbeitsunfalls mit Krankenhausaufenthalt vorübergehend nicht selbst am Lenkrad sitzen. Aus Ang...

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