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11.07.2015 / Feuilleton / Seite 11

Gier, geil, kaputter Gummi

Es waren, wie beim Anbeginn der Welt, wüste und leere Zeiten: Über die Währungsunion

Wiglaf Droste

»Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben«, hatte ein russischer Paolo Coelho Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts kalenderblattkompatibel von sich gegeben. Das Gratisgeraune machte die Runde, weil es eine zwar fade formulierte, aber politisch sehr konkrete Botschaft in sich trug: Aus, das war es, der Sozialismus packt jetzt ein, und die Idee, dem Kapitalismus, also dem Verschlingen von Menschen durch andere Angehörige der eigenen Spezies, etwas entgegenzusetzen oder wenigstens abzutrotzen, wurde in die Giftschränke verbannt, denn sie entstammt ja dem Reich des Bösen. So begann die nahezu weltweite Ausdehnung dessen, das als »Reich des Blöden« zu bezeichnen äußerst freundlich und nachsichtig ist.

1990 konnte Vollzug gemeldet werden: Juhu, Währungsunion! Das Wort ist ein Kompositum, eine Zweikomponentenklebervokabel. Was es, in die wirkliche Wirklichkeit übersetzt, bedeutet, kann der gesellschaftlich interessierte Mensch im Jahr 2015 am Beispiel Griec...

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