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08.07.2015 / Titel / Seite 1

Kredithaie wieder aktiv

Gipfel: Konzerneuropa kämpft um Griechenland. Dahinter steht kein soziales Konzept, sondern geostrategisches Kalkül und die Furcht vor den »Märkten«

Klaus Fischer

Der Schock scheint verdaut, jetzt soll wieder »gerettet« werden. Die EU-Kommission und Frankreichs Regierung wollen Griechenland unbedingt in der Euro-Zone halten. Die Verhandlungen der »Geldgeber« mit Athen über ein sogenanntes Spar- und Reformpaket sind zwar spektakulär gescheitert und am Sonntag vom griechischen Volk zurückgewiesen worden. Doch das hat Kommissionschef Jean-Claude Juncker offenbar abgehakt. Jetzt müssten sie wiederaufgenommen werden, verlangte der Spitzen-Eurokrat am Dienstag in Brüssel. Wenige Stunden vor dem für 18 Uhr angesetzten Sondergipfel der 19 Euro-Staaten (nach jW-Redaktionsschluss) versuchte Juncker damit offenbar, die Richtung der Diskussion am Abend vorzugeben. Assistiert wurde er vom französischen Premierminister Manuel Valls. Der betonte, »Europa« dürfe einen »Grexit« (also das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro-Verbund) nicht riskieren. Valls führte im Radiosender RTL dafür »politische Gründe« an.

Diese Position dürf...

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