Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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08.07.2015 / Inland / Seite 8

»Der Arbeitskampf wurde uns aus den Händen gerissen«

Nach vier Wochen Post-Streik verkündet die Gewerkschaft ver.di ein Ergebnis – etliche Mitglieder scheinen entsetzt zu sein. Ein Gespräch mit Martina Laubach.

Wladek Flakin

Martina Laubach (Name geändert) ist Briefzustellerin bei der Deutschen Post AG und Mitglied der Gewerkschaft ver.di.

 

Am Sonntag abend waren alle Augen auf das Referendum in Griechenland gerichtet. Doch zur gleichen Zeit wurde das Ende des Streiks bei der Deutschen Post AG verkündet. Andrea Kocsis, Verhandlungsführerin von ver.di, gab sich »sehr zufrieden« mit dem Ergebnis. Sie auch?

Nein, das Ergebnis ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich an diesem Streik beteiligt haben. Von unserer Seite gab es noch keinerlei Ermüdungserscheinungen. Nein, wir waren gerade so weit, dass wir den Kampf hätten intensivieren können.

Genau an diesem Punkt sagt die ver.di-Spitze den Streik ab und präsentiert uns einen angeblichen Erfolg. Dieses Ergebnis hätten wir allerdings schon in der dritten oder vierten Verhandlungsrunde haben können – auch ohne den Vollstreik. Natürlich ist Beschäftigungssicherung sehr wichtig, aber doch nicht um den Preis, dass alle anderen F...

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