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07.07.2015 / Ausland / Seite 7

Honduras empört sich

Präsident und Regierungspartei in Geldwäscheskandal verwickelt. Wochenlange Proteste gegen Korruption. Jetzt wollen die Vereinten Nationen vermitteln

Lena Kreymann

Seit Wochen gehen in Honduras Tausende gegen Korruption auf die Straße und fordern den Rücktritt des Präsidenten Juan Orlando Hernández. Jetzt soll eine Delegation der Vereinten Nationen zwischen Regierung und den sogenannten »Empörten« vermitteln, wie die UN laut der honduranischen Zeitung La Prensa am Sonntag erklärt hatte. Am heutigen Dienstag wollen sich Teile der Protestbewegung mit den UN-Vertretern treffen und ihnen ihre Vorschläge präsentieren.

Auslöser der Demonstrationen ist einer der größten Korruptionsskandale der vergangenen Jahrzehnte um das Sozialversicherungsinstitut IHSS, in den die Regierungspartei »Partido Nacional« (PN) und ihre Vertreter verwickelt sind, darunter der Präsident selbst. Erste Hinweise darauf waren laut BBC bereits im Jahr 2013 bekannt geworden, als der 2009 eingesetzte IHSS-Chef, Mario Zelaya, bezichtigt wurde, Flugtickets zu überteuerten Preisen gekauft zu haben. Bei der Untersuchung, in wessen Tasche diese Gelder gefl...

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