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06.07.2015 / Inland / Seite 5

Üble Propagandatricks

Arbeitskampf bei der Post: Konzernmanagement setzt weiter auf Streikbruch und betreibt Desinformation zwecks Spaltung der Belegschaft

Jana Frielinghaus

Die Geschäftsführung der Deutschen Post AG verhält sich im seit vier Wochen andauernden Arbeitskampf bislang nicht so, als sei sie ernsthaft an einer Einigung mit den Beschäftigtenvertretern interessiert. Auch deshalb haben die Brief- und Paketzusteller beschlossen, den Streik parallel zu den Gesprächen zwischen der Gewerkschaft ver.di und dem Management am Freitag und Samstag fortzusetzen.

Denn die Konzernführung setzt von Anfang an auf unfaire Praktiken zum Ausgleichen der Streikfolgen: widerrechtliche Sonntagszustellung, Anwerbung von Hilfskräften, teilweise offenbar mit Unterstützung der Jobcenter. Zugleich wird durch gezielte Desinformation auf eine Entsolidarisierung unter den Kollegen hingearbeitet. So werden Plakate verbreitet, auf denen – unter einem Foto, das vier Zusteller der Post-Pakettochter DHL zeigt – ein »Brief« an die »liebe ver.di« zu lesen ist. Darin heißt es, die Gewerkschaft habe über ein »konkretes Angebot« der Post nicht verhandeln...

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