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06.07.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Die Guten aus dem Westen

China, Landgrabbing und das Prinzip Sündenbock: Große westliche Konzerne erbeuten deutlich mehr Boden in Afrika aus, als die Enkel Maos

Georges Hallermayer

Propagandisten des Imperialismus zeigen gerne mit den Finger auf China, wenn es um das Thema »Landgrabbing« geht. Nicht nur US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton will gar nicht aufhören damit, sie hat es zu einem der wichtigsten Themen ihrer Bewerbungskampagne gemacht. Die Methode ist bekannt: »Haltet den Dieb« um von eigenen Schweinereien abzulenken, wird sie genannt. Frau Clinton und alle Repräsentanten des Westens haben guten Grund, sie anzuwenden. Denn vor allem in Afrika schreitet die Aneignung ganzer Landstriche durch multinationale Unternehmen rasch voran. So hatte sich beispielsweise der US-Multi AgrisolEnergy 2012 im Westen von Tansania ein Gebiet gesichert, das 325.077 Hektar groß ist – und auf dem bis zur Übernahme meist Flüchtlinge aus Burundi lebten. Die hatten sich dort mit Subsistenzwirtschaft (Landwirtschaft ausschließlich zur eigenen Ernährung) versucht am Leben zu halten, mussten nach Abschluss des Pachtvertrages zwischen der Reg...

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