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06.07.2015 / Politisches Buch / Seite 15

Apologie des Bestehenden

Im Gewand gemäßigter Kapitalismuskritik: Uwe Beckers »Inklusionslüge«

Michael Zander

Neue Begriffe tauchen von Zeit zu Zeit im Wortschatz der Regierenden auf. Oft versprechen sie die Milderung gesellschaftlicher Missstände und kommen ursprünglich aus einem eher linken Repertoire. Etwa Solidarität, Teilhabe, Nachhaltigkeit oder Geschlechtergerechtigkeit. In diese Reihe gehört sicher auch »Inklusion«, verstanden als Konzept gegen die gesellschaftliche Ausgrenzung behinderter Menschen.

Zeigt nun der offizielle Gebrauch dieser Begriffe eine wirkliche Veränderung oder nur eine rhetorische Beschönigung dieser Verhältnisse an? Für die Behindertenpolitik ist Uwe Becker dieser Frage in einem beim Transcript-Verlag erschienenen Buch nachgegangen. »Die Inklusionslüge« lautet der Titel, der eine Studie zu »Behinderung im flexiblen Kapitalismus« verspricht.

Wer wissen will, was Inklusion bedeutet, schlage in der UN-Behindertenrechtskonvention nach, die übrigens von Kuba bereits 2007, von Deutschland erst 2009 und von den USA noch gar nicht ...

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