Gegründet 1947 Donnerstag, 22. August 2019, Nr. 194
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
30.06.2015 / Titel / Seite 1

Juncker spricht von Verrat

Bankfeiertage und scharfe Vorwürfe aus Brüssel Richtung Athen: Eine Lösung der Schuldenkrise ist nur mit neuen EU-Spielregeln möglich

Klaus Fischer

Griechenland bestimmt weiter die politische Agenda. Am Montag waren die Kreditinstitute im pleitebedrohten Land geschlossen. Geldautomaten spuckten auf Anforderung, wenn überhaupt, nur geringe Beträge aus. Das Geschäftsleben kam faktisch zum Stillstand. Für die kommenden sieben Tage soll sich daran nichts ändern. Neben der Bankenschließung hat die Regierung Kapitalverkehrskontrollen verfügt. Geldtransfers sind auch elektronisch nur eingeschränkt möglich. Nachdem die Verhandlungen mit den Geldgebern der »Troika« (EU-Kommission, Europäische Zentralbank EZB, Internationaler Währungsfonds IWF) am Wochenende gescheitert waren, hatten Regierung und Parlament beschlossen, für den 5. Juli ein Referendum zu deren Vorschlägen einzuberufen. Vertreter der Gläubiger  hatten auf die angekündigte Volksbefragung mit heftigen Vorwürfen reagiert.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker fand den Anlass passend, Nachhilfe zu geben: »Ich rufe das griechische Volk auf, mit...

Artikel-Länge: 3642 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €