Gegründet 1947 Mittwoch, 19. Juni 2019, Nr. 139
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
25.06.2015 / Titel / Seite 1

Nein! – Doch! – Ohh!

Wikileaks-Berichte über Spionageaktionen des US-amerikanischen Geheimdienstes NSA gegen französische Präsidenten. Entrüstung in Paris

Uli Schwemin

Etwas Ungeheuerliches ist geschehen. Frankreich, die Grande Nation, sieht sich gedemütigt. Vom Freund. Vom besten Freund. Vom wichtigsten, stärksten, ewigen Verbündeten, von den USA. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat unter Berufung auf streng geheime nachrichtendienstliche Quellen berichtet, dass Präsident François Hollande genau wie seine Vorgänger Jacques Chirac und Nicolas Sarkozy vom US-Geheimdienst NSA überwacht und ausspioniert worden seien.

Nachdem es am Mittwoch in den französischen Medien kein anderes Thema mehr gab, tat Hollande das, was man von einem französischen Präsidenten erwarten darf: Er gab sich entrüstet. Und überrascht. Wie Louis de Funès in »Hasch mich – ich bin der Mörder«. Oder Angela Merkel, als sie vor zwei Jahren erfuhr, dass ihre Telefongespräche immer direkt in der NSA-Zentrale ankamen. Inzwischen scheint sie sich aber damit abgefunden zu haben. In der französischen Affäre hat sie auch wieder e...

Artikel-Länge: 2931 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €