22.06.2015 / Inland / Seite 4

»Achtung, Fascho«

Neonaziaufmarsch in Frankfurt am Main blockiert. Trotz vollmundiger Ankündigungen hatte rechte Szene deutlich weniger mobilisiert als vorhergesagt

Gitta Düperthal

Am Sonnabend haben in Frankfurt am Main Tausende Antifaschisten klargestellt: Einfach machen sie dem rechten Bündnis »Widerstand Ost/West« (WOW) seinen als triumphal angekündigten Aufmarsch nicht. »In Frankfurt ist der Linksradikalismus geboren und in Frankfurt werden wir ihn beerdigen«, hatte deren Anführerin Ester Seitz zuvor verkündet. Das Bündnis setzt sich zusammen aus Islamfeinden, Nationalisten und rechten Hooligans. Die Demonstration am Wochenende sollte die erste größere Veranstaltung des Pegida-Ablegers werden. Die Main-Metropole einzunehmen, sei für die »Großmeister des Hasses« offenbar eine Frage des Prestiges gewesen, hatte Hans-Christoph Stoodt, Sprecher der »Antinazikoordination Frankfurt« vor vollem Haus im Saalbau Gallus am Vorabend gesagt. Ein radikaler Flügel habe intern so seine Macht sichern wollen. Zumal die Frankfurter Gegenbewegung es geschafft habe, dass insgesamt vier Gruppierungen aus dem Rhein-Main-Gebiet in der Stadt bislang k...

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