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22.06.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Patientengefährdung

Prekäre Personalsituation an Berliner Charité birgt Risiken für Kranke und Beschäftigte. Klinikleitung reagiert kaum, wenn Missstände angezeigt werden. Unbefristeter Streik ab Montag

Claudia Wrobel

Die Pflegekräfte an der Berliner Charité sind entschlossen, für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen.Trotzdem werden einige von ihnen ab dem heutigen Montag nicht mitstreiken, wenn ihre Kollegen in den unbefristeten Ausstand gehen. Nicht weil sie die Forderungen nach einer Mindestpersonalbesetzung nicht mittragen – in einer Urabstimmung sprachen sich Anfang des Monats mehr als 96 Prozent der bei ver.di organisierten Pflegekräfte an Europas größter Universitätsklinik für den Streik aus. Andererseits ist den Beschäftigten wichtig, die medizinischen Einrichtungen, die dort einmalig für die Region angeboten werden, aufrechtzuerhalten. Deshalb verzichten sie auf ihr Grundrecht zu streiken. »Wir wissen um unsere Fürsorgepflicht den Patienten gegenüber, aber genau diese Fürsorgepflicht lässt der Arbeitgeber uns gegenüber vermissen«, ärgerte sich Carsten Becker, Vorsitzender der ver.di-Betriebsgruppe. Doch rund ein Drittel der Betten wird ab Montag nicht bele...

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