19.06.2015 / Feuilleton / Seite 9

Lob des Dialogs

Beim 19. Internationalen Wirtschaftsforum St. Petersburg werden Alternativen zur Sanktions- und Embargostrategie des Westens gesucht

Klaus Fischer

Reden statt Sanktionen, Handel statt Hochrüstung: Am gestrigen Donnerstag startete das diesjährige Internationale Wirtschaftsforum Sankt Petersburg. In der Millionenmetropole an der Newa kommen an drei Tagen Topmanager, Politiker und Lobbyisten zusammen, um Geschäfte zu machen, Kontakte zu knüpfen oder zu vertiefen. Auf der Agenda steht üblicherweise die ökonomische Kooperation mit und in dem Gastgeberstaat, der Russischen Föderation. Diesmal ist das nicht anders, allerdings ist das Treffen durch die aktuelle Lage stark politisiert.

Das 19. Forum dieser Art findet in Zeiten einer verschärften Konfrontation statt. NATO und EU hatten mit der Herauslösung der Ukraine aus dem russischen Einflussraum durch den Maidan-Putsch eine Kette von ereignissen ausgelöst, die zur gegenwärtigen, knapp zu beschreibenden Situation führten: akute Kriegsgefahr, politische Eiszeit, gegenseitige wirtschaftliche Sanktionen. Vor allem die uneingeschränkte, auch militärische Unter...

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