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19.06.2015 / Inland / Seite 8

»Wir bringen das Problem dorthin, wo es entstanden ist«

Künstlergruppe macht mit Bestattungen darauf aufmerksam, dass täglich Flüchtlinge an Europas Grenzen sterben. Gespräch mit Justus Lenz

Gitta Düperthal

Das »Zentrum für politische Schönheit« plant für Sonntag unter dem Motto »Die Toten kommen« vor dem Kanzleramt in Berlin eine Aktion, um die Flüchtlinge ins Blickfeld zu rücken, die an Europas Grenzen verstorben sind. Am Dienstag hatten Sie bereits die Leiche einer syrischen Mutter, die vor Italien im Meer ertrunken ist, nach Deutschland überführt und auf dem Friedhof in Gatow beerdigt – zusammen mit einem leeren Sarg, da ihr Kind nie gefunden wurde. Für den heutigen Freitag ist eine weitere Bestattung geplant. Wird es nicht Ärger geben, wenn Sie nun Ähnliches im direkten Umfeld der Regierenden vorhaben?

Mit derlei Fragen beschäftigen wir uns nicht. An unseren Außengrenzen sterben ständig Menschen beim Versuch, nach Europa zu flüchten. Wir empfinden das als Schande. Grund dafür ist das Abwehrsystem, das die EU mit spezieller Beteiligung von Deutschland errichtet hat und stetig weiter ausbaut. Zum Beispiel ist nun auch das Einwandern auf dem Landweg...

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