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17.06.2015 / Titel / Seite 1

20.000 im Ausstand

Post setzt Streikbrecher ein. Taxis fahren Pakete aus. Bäckereien werden zu Ämtern umfunktioniert

Simon Zeise

Laut und gelb war es am Dienstag früh vor dem Bundesfinanzministerium. 3.000 Postbeschäftigte, die meisten in Arbeitskleidung, demonstrierten in Berlin gegen die Ausgliederungspläne des Konzernvorstands. Gleichzeitig gingen in ganz Baden-Württemberg rund 2.600 Postangestellte auf die Straße. Ver.di-Angaben zufolge sei die Zahl der Streikenden bundesweit auf 20.000 gestiegen.

»Unser Streik wirkt«, sagte Hauptrednerin Andrea Kocsis, stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Post-Verhandlungsführerin. So kommen nach Angaben des Unternehmens etwa ein Fünftel aller Briefe und ein Viertel aller Pakete verspätet an. Finanzminister Wolfgang Schäuble müsse sich entscheiden, ob er »tatenlos zusehen« wolle, »wie ein funktionierendes, flächendeckendes Postsystem zerschlagen wird«. Als Großaktionär mit 21 Prozent der Anteile an der Deutschen Post AG stehe der Bund in der Verantwortung.

Die Tarifverhandlungen waren am 2. Juni vorerst gescheitert. Ver.di wirft der Konzern...

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