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17.06.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

»Europäisches Gericht für Afrika«

Warum Pretoria Den Haag ignorieren musste

Christian Selz

Maximal 140 Zeichen passen in eine Twitter-Nachricht. Dass das immer noch genug Platz für abstruse Geschichtsklitterung ist, bewies am Montag der Direktor der US-Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW), Kenneth Roth. »Die Welt stand an der Seite Südafrikas, um gegen Apartheid zu kämpfen, aber es (Südafrika) steht für Straflosigkeit bei Massenmord an Afrikanern«, zwitscherte der Jurist mit Blick auf die Nichtverhaftung des sudanesischen Präsidenten Omar Al-Baschir in die Weiten des Internets. Das ist, gerade aus der Feder eines US-Amerikaners, eine interessante Interpretation von Beistand: Washington nämlich strich beispielsweise Nelson Mandela erst im Jahr 2008 von seiner ominösen Terrorliste – 18 Jahre nach dessen Freilassung und 14 Jahre nach dem Ende der Apartheid. Die CIA hatte dafür ein halbes Jahrhundert zuvor tatkräftig bei der Verhaftung des südafrikanischen Freiheitskämpfers geholfen. Auch später galt der Beistand der USA stets dem we...

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