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17.06.2015 / Ausland / Seite 6

Stimmungstest in Moldau

»Proeuropäer« bei Kommunalwahlen abgestraft. Sieger sind sowohl prorussische als auch dubiose Kandidaten

Reinhard Lauterbach

Die Kommunalwahlen in der Republik Moldau vom vergangenen Wochenende haben einen klaren Verlierer. Das sind die sogenannten proeuropäischen Parteien, die »Demokraten« (PD) und die »Liberaldemokraten« (LD). Uneinheitlich ist dagegen das Profil der Wahlsieger. Sie reichen von der Sozialistischen Partei, deren Kandidatin Zinaida Gretschanaja in der Hauptstadt Chisinau die meisten Stimmen bekam, über den prorussischen Linkspopulisten Renato Uschati, der mit 75 Prozent den Bürgermeisterposten in Balti, der zweitgrößten Stadt des Landes, errang, bis – als Kuriosität – hin zu dem Geschäftsmann Ilhan Schor, der künftig auch im Rathaus der Kleinstadt Orhei residieren wird.

Schor ist freilich auch der Hauptnutznießer einer Finanzaffäre, die im vergangenen Herbst bekannt wurde und die seitdem die politische Debatte in Moldau beherrscht. Er hatte über ihm gehörende Banken Kredite im Wert von rund 1,5 Milliarden Euro an ebenfalls ihm unterstehende Offshoreunternehmen ...

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