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15.06.2015 / Inland / Seite 4

Nur analog unter Kontrolle

Nach Snowden-Enthüllungen: Massenüberwachung geht weiter, die Empörung darüber lässt nach. Eine Diskussion der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Jakob Müller

Es gibt Menschen, die auch scheußliche Geschichten noch witzig erzählen. Jacob Appelbaum ist so einer. »Die NSA hat eure Kanzlerin ausgespäht«, sagte der Internetaktivist. »Das wurde bekannt, und also hat man ermittelt. Dann bittet euer Generalbundesanwalt Harald Range den US-Geheimdienst um mehr Informationen zum Vorfall. Der hat sie nicht gegeben, und die Ermittlungen waren erledigt. Das ergibt natürlich Sinn.« Da kann sich Appelbaum, der jugendlich wirkende Softwareentwickler mit der schwarzen Brille, selbst nicht mehr halten. »Das ergibt natürlich Sinn, wenn du high und auf Acid bist.«

An die 200 Menschen folgten am vergangenen Freitag der Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in den Berliner Club »About blank«. Dort diskutierten Jacob Appelbaum und die Journalistin Sarah Harrison, die auch für Wikileaks arbeitet, über die Enthüllungen von Edward Snowden – und deren weitgehende Folgenlosigkeit.

»Wir wissen noch immer nicht genug über die Massenüberwac...

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