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13.06.2015 / Ausland / Seite 7

Steinmeier lässt bitten

Großes Theater im Berliner Außenministerium sollte Verhandlungsfortschritte in Libyen vortäuschen

Knut Mellenthin

Der deutsche Außenminister hatte für Mittwoch Vertreter der beiden verfeindeten Regierungen und anderer libyscher Machtfaktoren nach Berlin eingeladen. Das nordafrikanische Land wurde vor vier Jahren durch eine NATO-Intervention ins Chaos gestürzt. Dass Deutschland sich damals an der militärischen Zerschlagung des libyschen Staatsapparats nicht direkt beteiligt hatte, scheint nach Ansicht von Frank-Walter Steinmeier Berechtigung genug, sich als kompetenter Vermittler und »von allen Seiten akzeptierter ehrlicher Makler« aufzuspielen.

Man kennt weltweit diese Attitüde des Selbstüberschätzers, der in Wirklichkeit keinen einzigen Erfolg aufzuweisen hat. Angefangen bei Steinmeiers Versuch im Sommer 2008, durch hektische Reiseaktivitäten den voraussehbaren Krieg Georgiens gegen Südossetien, der zwangsläufig zum Eingreifen Russlands führen musste, abzuwenden. Steinmeiers Problem ist, dass er nie mit eigenen konkreten Vorschlägen kommt und an selbstständiges Agie...

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