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13.06.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

»Sanktionen treffen Millionen Syrer«

Die Bundesregierung ist durch die Unterstützung des Embargos führend am Krieg gegen Syrien beteiligt. Ein Gespräch mit Bernd Duschner

Karin Leukefeld

Sie haben einen Appell an die Bundeskanzlerin initiiert, mit dem Sie fordern, das »Aushungern des syrischen Volkes« durch Wirtschaftssanktionen zu beenden. Was erhoffen Sie sich von dem Aufruf?

Eine breite Mobilisierung der Friedensbewegung, aller Menschen mit Verantwortungs- und Gerechtigkeitsgefühl. Jeder weiß, dass in Syrien seit vier Jahren ein blutiger, mörderischer Krieg herrscht. Doch wenige wissen, dass die Bundesregierung an diesem Krieg führend beteiligt ist. Gemeinsam mit den USA, den anderen EU-Ländern und den Staaten der Arabischen Liga hat sie seit 2011 ein sorgfältig abgestimmtes Embargo gegen Syrien verhängt, das das Ziel hat, die Ökonomie lahmzulegen. Auslandsguthaben wurden eingefroren, Importe aus Syrien verboten. Dem Land wurde jede Möglichkeit genommen, notwendige Güter einzukaufen. Millionen Menschen haben Arbeit und Einkommen verloren.

Seit vier Jahren bestehen die Sanktionen und wurden gerade vom EU-Parlament um ein weit...

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