Gegründet 1947 Mittwoch, 19. Juni 2019, Nr. 139
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
08.06.2015 / Ausland / Seite 7

Tausende tote Häftlinge

Amnesty International: Nigerianische Armee für Folter und außergerichtliche Hinrichtungen verantwortlich. Weitere Anschläge mutmaßlicher Islamisten im Nordosten des Landes

Simon Loidl

Amnesty International hat schwere Vorwürfe gegen die nigerianische Armee erhoben. Einem in der vergangenen Woche veröffentlichten Bericht zufolge sollen in den vergangenen Jahren mindestens 8.000 Menschen in Militärgewahrsam ermordet worden sein. Die Opfer seien »qualvoll verendet, zu Tode gefoltert oder rechtswidrig getötet« worden, erklärte die Organisation in einer Stellungnahme zu dem Bericht und fordert, dass Ermittlungen gegen hochrangige Militärs des westafrikanischen Staates eingeleitet werden.

Der Report beruht auf der Analyse von Militärberichten und -korrespondenzen sowie mehr als 400 Interviews mit Augenzeugen und Militärvertretern. Aufgrund der Recherchen kommt Amnesty zu dem Schluss, dass seit 2011 mindestens 7.000 Männer und Jungen in Militärgewahrsam verhungert waren, erstickt sind oder zu Tode gefoltert wurden. Etwa 1.200 weitere Häftlinge wurden zudem seit 2002 auf andere Art und Weise »rechtswidrig getötet«. Seit 2009 sind demnach im Ka...

Artikel-Länge: 3920 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €