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30.05.2015 / Inland / Seite 5

70.000 gegen den Ausbau

Breites Bündnis kämpft weiter gegen Endlager Schacht Konrad. Die Menge des dort eingebrachten Atommülls soll nach Plänen der Bundesregierung verdoppelt werden

Reimar Paul

Es gab eine Zeit, da demonstrierte Jochen Flasbarth in vorderster Reihe gegen den Bau den Atommüllendlagers Schacht Konrad. 1998 war das. Als Präsident des Naturschutzbundes NABU sagte Flasbarth damals, Konrad gehöre »nicht nur auf Eis, sondern ad acta gelegt«. Und noch vier Jahre später kam er mit einem großen Schlüssel nach Salzgitter, um das ehemalige Eisenerzbergwerk dauerhaft zu verschließen.

Heute ist Flasbarth Staatssekretär im Bundesumweltministerium, und ihm kann es gar nicht fix genug gehen mit der Inbetriebnahme der Atommüllkippe. Konrad müsse so schnell wie möglich zu Ende gebaut und in Betrieb genommen werden, betont er immer wieder. Auch am Donnerstag in Berlin sprach er sich dafür aus, das »einzige atomrechtlich genehmigte Endlager« Deutschlands rasch in Betrieb zu nehmen.

Rund 70.000 Menschen aus Salzgitter und Umgebung wollen genau das aber nicht. Sie haben eine Sammeleinwendung unter dem Motto »Konrad stoppen statt erweitern« unterschrie...

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