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30.05.2015 / Feuilleton / Seite 11

Viele Reliquien und ein Brot

Vom Markenschutz als Vorgang der Nachlassverwaltung: Die Ausstellung »Fassbinder – Jetzt« im Berliner Gropius-Bau

Manfred Hermes

Man sollte meinen, dass die Stereotypenschaukel irgendwann mal an Schwung verliert. Doch da steht er wieder, der rebellische junge Mann im weit offenen karierten Hemd, mit Zigarette im Mund und einem Skript in der Hand. Mit diesem Rainer Werner Fassbinder werben die Poster der Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau. Im Eingangsbereich hat man für kleine Plastikbanner noch einmal tief in den Ordner mit den abgegriffenen Attributen gelangt: »Säufer und Genie«, »Er brennt wie eine große Wunderkerze«, »Er arbeitet wie andere atmen« usw.

»Fassbinder – Jetzt« klärt also schnell, wie das hier funktionieren wird. Es soll noch einmal hervorgehoben werden, woran es nie gemangelt hat: der Mensch selbst, anhand seiner gar nicht so kleinen Hinterlassenschaften und Gesten. Es wurden also TV-Interviews, Briefe, Skripte, Fotos, Drehpläne, Zettel, Briefe, Exposés heraussortiert und auf Vitrinen und Bildschirme verteilt. Und auch das wusste man noch nicht: 41 Filme in ...

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