30.05.2015 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Big Byz in der Urkaine

Die phantastische Romanwelt des Viktor Pelewin

Annett Jubara und Aleksey Tashinskiy

Seit Viktor Pelewin vor 16 Jahren mit »Generation P« schlagartig berühmt wurde, hat seine Produktivität (neun Romane seit 1999) und Popularität in Russland kaum nachgelassen. In nahezu allen seinen Romanen parodiert Pelewin, ähnlich dem in Deutschland sehr geschätzten Vladimir Sorokin, ideologisierte Diskurse auf unterhaltsame Weise. Die Palette der Parodie reicht auch bei Pelewin von Verfremdung über Dekonstruktion bis hin zur Erfindung neuer Ideologien. Doch anders als Sorokin verpackt Pelewin diese Parodie in Sujets und Handlungsmuster, die oftmals der populären Fantasy-Kultur entstammen und daher leicht mit ihr verwechselt werden können. So geht es in einigen seiner neueren Romane – scheinbar – um Werwölfe, Vampire und andere mehr oder weniger angenehme Zeitgenossen. Und während Pelewin in der Vergangenheit meist russische Ideologeme bearbeitete und sich Sorokin auch gegenwärtig nicht anschickt, diesen ausgetretenen Trampelpfad zu verlassen und seinem...

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