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29.05.2015 / Inland / Seite 4

Ein Zimmer – tausend Bewerber

Studentenwerk fordert Bund-Länder-Programm für Wohnheimausbau. Regierung stellt 120 Millionen Euro in Aussicht. Linkspartei verlangt mehr

Ralf Wurzbacher

Wer in der Hauptstadt in einem Wohnheim für Studierende unterkommen will, braucht einen langen Atem. Bei 1.000 Bewerbern auf ein Zimmer gehen mitunter Jahre ins Land, bis man zum Zug kommt. Die Zahl stammt vom Deutschen Studentenwerk (DSW), das am Mittwoch und Donnerstag in Heidelberg tagte. Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde würdigte dabei die Bundesländer, die bei der Schaffung von studentischem Wohnraum mit gutem Beispiel vorangehen. Berlin gehört nicht dazu. Dort gibt es 9.500 Heimplätze in DSW-Verwaltung – für aktuell 170.000 Hochschüler und jährlich rund 30.000 Neuankömmlinge.

Dabei sollte längst alles besser sein. Weil die Mieten auf dem freien Markt seit Jahren steil nach oben gehen und für ein WG-Zimmer 400 Euro und mehr fällig werden, versprach der damalige Regierungschef Klaus Wowereit (SPD) schon vor über zwei Jahren den Bau von 5.000 neuen Wohneinheiten. Passiert ist seither praktisch nichts. Der Senat hat lediglich ein paar Grundstück...

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