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23.05.2015 / Ausland / Seite 6

Neues von bin Laden

Medienberichte über freigegebene Dokumente weltweit fast identisch. Quelle: US-Behörde

Knut Mellenthin

Wir leben in einer rasend schnellen Zeit: Am Mittwoch meldeten die Medien in großer Aufmachung die Freigabe von über 100 »Bin-Laden-Dokumenten«. Am Donnerstag tröpfelte das Thema nur noch leicht nach, am Freitag war es schon wieder verschwunden und vergessen. Und wir leben in einer Zeit der Globalisierung: Die meisten Artikel, von Bild und Spiegel bis zum Hofsender des Emirs von Katar, Al-Dschasira, sahen sich nicht nur ein bisschen ähnlich, sondern stimmten wörtlich überein.

Dieses Kunststück hatte eine US-amerikanische Dienststelle, vermutlich die CIA, zustande gebracht: Sie hatte der französischen Nachrichtenagentur AFP nicht nur »exklusiv« die Neuigkeit mitgeteilt, sondern ließ deren Mitarbeiter auch »vorab« einen Blick auf die Papiere werfen. So kamen die Franzosen als erste mit der Nachricht heraus, und die internationale Konkurrenz schrieb ab. Das liegt in der Natur der Sache: Niemand liest 103 Schriftstücke, wenn die Meldung so schnell wie möglich...

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