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22.05.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Ein gutes Land für Reiche

OECD-Sozialbericht bestätigt: Ungleichheit bei Vermögen in der Bundesrepublik besonders ausgeprägt

Soziale Gleichheit bleibt eine Fiktion. Vor allem auch in Deutschland. Verglichen mit anderen Ländern ist die Kluft zwischen armen und vermögenden Menschen hier besonders tief. Das bestätigte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem am Donnerstag in Berlin vorgestellten Sozialbericht. Die Vermögensungleichheit sei in der Bundesrepublik »weitaus stärker ausgeprägt« als in vielen anderen Mitgliedsländern der OECD.

Zehn Prozent der deutschen Bevölkerung besitzen dem Bericht zufolge 60 Prozent der Nettohaushaltsvermögen. Im OECD-Schnitt (die Organisation umfasst 34, zumeist dem politischen Westen zuzurechnende Mitgliedsstaaten) liegt diese Quote bei lediglich 50 Prozent. Die ärmeren 60 Prozent der Bevölkerung verfügen in Deutschland lediglich über sechs Prozent des Gesamtvermögens aller Haushalte.

Bei der Disparität der regelmäßigen Einkommen liegt Deutschland international im Mittelfeld. Das Land habe zwar Anfang de...

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